Gesporntes Veilchen

Gesporntes Veilchen

Viola Calcarata

Kurzsteckbrief

Gesporntes Veilchen
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Licht

Sonne

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Wasserbedarf

mittel

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Wuchshöhe (cm)

Breite: 20-80, Höhe: 5-10

Blütezeit icon

Blütezeit

Mai bis August

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Winterhärte

Z4 (-34,5° bis -28,9°)

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Giftigkeit

Kapsel

Das Gespornte Veilchen durchspinnt den Felsschutt mit langen, unterirdischen Ausläufern und streckt an deren Ende büschelweise seine Laubblätter ans Licht. Die „Wandertriebe“ werden bis 40 Zentimeter lang und sind zuerst zerbrechlich, später verholzt. Das Gespornte Veilchen ist – im Gegensatz zu den meisten Veilchen-Arten des Tieflandes, die von Bienen bestäubt werden – eine ausgesprochene Falterblume mit engem Blüteneingang und langem Sporn. Die Blüten sind mit bis zu 4 cm für Veilchen recht groß. Man trifft sie stetig in Kalkstein-Schneebodengesellschaften. Diese liegen in hochalpinen bis nivealen Schneetälchen, die nur drei bis fünf Monate nicht von Schnee bedeckt sind. Die Substrate sind feinerdereich und humos. Als Kennart von Schneetälchen siedelt es auf langsam kriechendem feuchtem Hangschutt und kommt gerne auf Fließerden (Solifluktion) vor. In Bayern ist Viola calcarata besonders geschützt, sie ist extrem selten in Deutschland. Es gibt eine gelb blühende Unterart Viola calcarata ssp. villarsiana sie ist stärker in basenarmen und bodensauren, alpinen Krummseggen- und Borstgras-Rasen anzutreffen. Es handelt sich hierbei um natürlicherweise gehölzfreie Urwiesen auf sauer-humosen Silikatgesteinsböden in der hochalpinen bis nivalen Stufe. Die kalten Hochgebirgsstandorte sind mäßig trocken bis frisch, vollsonnig und relativ stickstoffarm. Die Blütezeit ist Temperatur abhängig, im Flachland beginnt die Blüte daher meist schon im Mai, während im Hochgebirge erst ab Juli Blüten erscheinen. Leider leidet die alpine Pflanze, die normalerweise in einer Höhe von 1500 m bis 2800 m wächst, massiv unter dem Klimawandel. In den Schweizer Alpen zum Beispiel wird sie selbst unter den optimistischeren Szenarien des Klimawandels voraussichtlich um 2050 aussterben. Im Garten eignet sich dieses wunderschöne Veilchen leider nur für intensiv betreute Alpinarien. Hier wirkt sie besonders toll in naturhaften Pflanzungen. Als Hochgebirgspflanze leidet das Gespornte Veilchen allerdings unter warmen Bedingungen. Da sie gleichzeitig möglichst sonnige Lagen benötigt, ist sie im Flachland nur mit hohem Pflegeaufwand zu kultivieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sie Trockenstress nicht toleriert, aber auch stauende Feuchtigkeit suboptimal ist. Im Sommerhalbjahr ist daher regelmäßige Bewässerung erforderlich. Das Gespornte Veilchen ist übrigens essbar, junge Blätter und Blütenknospen besitzen roh oder gekocht einen milden Geschmack. Sie sind eine sehr schöne Ergänzung zu Salaten. Wenn sie der Suppe hinzugefügt werden, verdicken sie sie ähnlich wie Okra. Aus den Blättern kann außerdem ein Tee zubereitet werden.

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Synonym

Langsporn-Veilchen, Gesporntes Stiefmütterchen, Alpen-Stiefmütterchen, Bergveilchen

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Pflanzengruppe

Stauden, Wildpflanzen

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Familie

Violaceae

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Herkunft

Ost-Frankreich (Südliches Jura) bis zu den Alpen

Verwendung icon

Verwendung

Bodendecker, Steingarten, Wildpflanzen-Beet, Mauerspalten, Blackbox-Gardening, Wildblumenwiese/ Kräuterrasen

Besonderheiten icon

Besonderheiten

Attraktiv für Insekten, zum Verwildern geeignet, ökologisch wertvoll, Rarität / exotische Wirkung, Heimisch, Schmetterlingsfreundlich, Wildart gefährdet am Naturstandort

Wuchshöhe (cm) icon

Wuchshöhe (cm)

Breite: 20-80, Höhe: 5-10

Ausschlusskriterien icon

Ausschlusskriterien

Keine Informationen

Herbstfärbung icon

Herbstfärbung

Keine Informationen

Dekoaspekte icon

Dekoaspekte

auffällige Blüte

Laubrhythmus icon

Laubrhythmus

wintergrün

Laub icon

Laub

Keine Informationen

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Winterhärte

Z4 (-34,5° bis -28,9°)

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Nutzpflanzen

Keine Informationen

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Licht

Sonne

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Boden

sauer, neutral, alkalisch, normal feucht/frisch, durchlässig, nährstoffarm

Schnitt icon

Schnitt

Keine Informationen

Düngung icon

Düngung

nicht Düngen

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Wasserbedarf

mittel

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Vermehrung

Aussaat, Teilung im Herbst, Teilung nach der Blüte

Blüten icon

Blüten

blühend, zwittrig, essbar (Mai bis August)

Blütenfarben icon

Blütenfarben

blauviolett, gelb, violett, gelb-weiß

Blütenform icon

Blütenform

zygomorph, gespornt

Blütengröße icon

Blütengröße

klein (< 5 cm)

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Blütenstand

Einzelblüte

Blattfarbe icon

Blattfarbe

grün

Blattform icon

Blattform

eiförmig

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Blattrand

ganzrandig, gekerbt

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Blattstellung

grundständig, rosettig

Früchte icon

Früchte

Kapsel

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Fruchtfarbe

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Licht

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Wasserbedarf

mittel

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Wuchshöhe (cm)

Breite: 20-80, Höhe: 5-10

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Blütezeit

Mai bis August

Winterhärte icon

Winterhärte

Z4 (-34,5° bis -28,9°)

Giftigkeit icon

Giftigkeit

Nicht giftig