
Trojanischer Fingerhut
Digitalis Lanata Subsp. Trojana
Kurzsteckbrief
Licht
Sonne, Halbschatten
Wasserbedarf
niedrig
Wuchshöhe (cm)
Breite: 30-40, Höhe: 50-100
Blütezeit
Juni bis August
Winterhärte
Z5 (-28,8° bis -23,4°)
Giftigkeit
unscheinbar/keine, Kapsel
Digitalis lanata subsp. trojana, auch bekannt als Türkischer Fingerhut, ist eine seltene Unterart des Wolligen Fingerhuts (Digitalis lanata), die ursprünglich aus den Bergregionen der Türkei stammt. Diese zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze ähnelt der Nominatform Digitalis lanata subsp. lanata, unterscheidet sich jedoch durch einige auffällige Merkmale in Wuchsform, Blütenstruktur und Standortansprüchen. Der Trojanische Fingerhut erreicht eine Wuchshöhe von etwa 80 bis 100 cm und bleibt damit etwas kleiner als Digitalis lanata. Seine Blätter sind länglich-lanzettlich, jedoch oft kräftiger und leicht ledrig, was auf seine Anpassung an die kargen, felsigen Böden seiner Heimat zurückzuführen ist. Die Stängel weisen eine geringere bis kaum wahrnehmbare wollige Behaarung auf, was sie von der Nominatform unterscheidet. Die Blüten von Digitalis lanata subsp. trojana sind ähnlich klein und zart wie die der Art, jedoch oft stärker cremefarben und weniger gelblich. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Tragblätter: Sie sind deutlich weniger ausgeprägt behaart und verleihen dem Blütenstand eine "klarere", weniger "wollige" Erscheinung. Auch die braune Aderung der Blütenlippe ist dezenter, was dem Trojanischen Fingerhut ein eleganteres, weniger markantes Aussehen gibt. Digitalis lanata subsp. trojana ist an die heißen, trockenen und steinigen Bedingungen seiner Heimat angepasst und eignet sich daher besonders gut für naturhafte Pflanzungen in Steingärten oder mediterran gestaltete Beeten. Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht optimal auf durchlässigen, mageren Böden, die leicht kalkhaltig sein dürfen. Im Gegensatz zur Nominatform zeigt diese Unterart eine noch höhere Toleranz gegenüber Trockenheit und eignet sich hervorragend für trockenheitsresistente Gärten und Präriepflanzungen. Diese Unterart fügt sich gut in Pflanzungen mit anderen trockenheitsverträglichen Stauden, Gräsern und Wildblumen ein. Mit ihrer etwas niedrigeren Wuchshöhe ist sie besonders als lockere Gruppenpflanzung geeignet. Wie die Nominatform enthält auch Digitalis lanata subsp. trojana herzwirksame Glykoside, insbesondere Digitoxin, die in der modernen Medizin eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Herzbeschwerden spielen. Trotz ihrer medizinischen Relevanz ist die Pflanze hochgiftig, und bereits kleine Mengen können für Menschen und Tiere tödlich sein. Gartenhandschuhe sollten beim Umgang mit der Pflanze getragen werden, und Kinder sowie Haustiere sollten ferngehalten werden. Die medizinische Nutzung beider Unterarten erfolgt ausschließlich unter streng kontrollierten Bedingungen.


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Synonym
Digitalis trojana, Türkischer Fingerhut
Pflanzengruppe
Stauden, Zweijährige, Wildpflanzen
Familie
Plantaginaceae
Herkunft
Türkei
Verwendung
Beet, Rabatten, Steingarten, Sommerblumen, Wildpflanzen-Beet, Gehölzrand, Blackbox-Gardening
Besonderheiten
Attraktiv für Insekten, trockenheitsverträglich, Heilpflanze, ökologisch wertvoll, bienenfreundlich, Nutzpflanze, Schmetterlingsfreundlich, stark giftig
Wuchshöhe (cm)
Breite: 30-40, Höhe: 50-100
Ausschlusskriterien
stark giftig
Herbstfärbung
Keine Informationen
Dekoaspekte
auffällige Blüte
Laubrhythmus
wintergrün, immergrün
Laub
Keine Informationen
Winterhärte
Z5 (-28,8° bis -23,4°)
Nutzpflanzen
Heilpflanze, Blatt
Licht
Sonne, Halbschatten
Boden
sauer, neutral, trocken, normal feucht/frisch, humusreich, durchlässig
Schnitt
Keine Informationen
Düngung
nicht Düngen
Wasserbedarf
niedrig
Vermehrung
Aussaat
Blüten
blühend, zwittrig (Juni bis August)
Blütenfarben
braun, creme, gelb-weiß
Blütenform
rachenförmig
Blütengröße
mittel (5-10 cm)
Blütenstand
Traube
Blattfarbe
dunkelgrün
Blattform
lanzettlich, länglich
Blattrand
ganzrandig
Blattstellung
wechselständig, rosettig
Früchte
unscheinbar/keine, Kapsel
Fruchtfarbe
braun




